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Holz und Holzqualität

Dienstag, 28. Juli 2009

Wer sich seinen Traumgarten einrichten möchte, der wird viel mit Holz machen, denn dieser Rohstoff bringt einige Vorteile mit sich. Die Verwendung ist im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit, denn Holz wächst immer wieder nach. Zudem atmet und arbeitet es, der Rohstoff “lebt”. Es ist daher wichtig, dass beim Verlegen zum Beispiel von Bodendielen stets darauf geachtet wird, dass ein ausreichender Abstand zwischen den einzelnen Brettern besteht, denn das Holz arbeitet und will sich ausdehnen.
Das Ambiente, das bei der Verwendung von Holz geschaffen wird, ist angenehm und es wirkt alles gemütlich. Egal, ob es sich um den Bau einer Terrasse, einer Pergola, eines Zäunchens für die Begrenzung von Grundstück und Garten oder einfach nur um die Ausstattung an Möbeln für den Garten geht – Holz ist in der Regel für jeden die bessere Wahl. Verschiedene Holzqualitäten bieten sich für die Verwendung im Garten an. Auf diese soll später noch näher eingegangen werden.
Die Pflege der im Garten verwendeten Hölzer ist heute denkbar einfach. Es ist nicht mehr nötig in jedem Jahr einen neuen Anstrich mit vorherigem mühsamen Abschmirgeln der Holzteile vorzunehmen. Dielen und Co. werden jetzt einfach gereinigt und bekommen regelmäßig – was auch erst nach Jahren der Fall sein kann – eine Imprägnierung. So hält das Holz überaus lange und bleibt ansehnlich. Zur Reinigung der Holzteile empfiehlt es sich, grobe Verschmutzungen und Moos erst einmal abzulösen und dann mit der Wurzelbürste und etwas warmem Wasser das Holz abzubürsten. Wer zum Beispiel einen Fußboden aus Nadelgehölzen hat, der kann einen milden Reiniger mit Chlorbestandteilen nutzen, welcher nicht nur den Reinigungseffekt besitzt, sondern das Holz sanft aufhellt. Im Laufe der Jahre wird es nämlich langsam immer dunkler. Hingegen muss der Gartenzaun aus Holz oft alle zwei bis drei Jahre einen neuen Anstrich bekommen, was natürlich zu Lasten der Umwelt geht. Das soll aber nicht heißen, dass auf die Verwendung von Holz im Garten verzichtet werden soll, sondern es sollte lediglich gut abgewogen werden, welche Vor- und Nachteile die Verwendung des jeweiligen Rohstoffes mit sich bringt. Bei einem Vergleich der möglichen Stoffe wird Holz mit Sicherheit am besten abschneiden.
Noch etwas zu den Qualitäten des Holzes, das im Garten für eine Verwendung in Frage kommen kann.
Häufig verwendet werden verschiedene Nadelhölzer und seit einiger Zeit auch sehr gern die Sibirische Lärche. Gerade letzte bringt die Einteilung in die Resistenzklasse drei mit, was sehr gut ist und für eine Haltbarkeit zwischen zehn und fünfzehn Jahren steht und das ganz ohne Imprägnierung. Nadelhölzer sind nicht ganz so lange haltbar und müssen überdies auch noch regelmäßig gepflegt und imprägniert werden, damit sie über viele Jahre hinweg gut aussehen. Nadelhölzer werden in der Regel kesseldruckimprägniert. Absplitterungen sind bei Nadelhölzern ebenso möglich, wie bei der Sibirischen Lärche. Dies hingegen stellt kein Problem dar, wenn ein Gemisch aus Holz und Kunststoff verwendet wird. Dabei kommt sogar noch der Vorteil hinzu, dass keine Äste eingeschlossen sein können und dass es zu keiner Rissbildung kommt. Diese Risse im Holz entstehen durch die Trocknung und sind ganz natürlich, nur eben an vielen Stellen eher unerwünscht.
Für Bodendielen ist ein sehr robustes Holz zu empfehlen. Wichtig ist, dass die Dielen vor dem Verlegen lasiert werden und zwar von beiden Seiten. Nur so kann gewährleistet werden, dass sie nicht zu viele Nässe aus dem Untergrund aufnehmen können. Beim Verlegen ist zudem auf den Verlauf der Maserung zu achten, die sich auf beiden Seiten der Diele unterscheiden kann. Wer Dielen für die Terrasse aus der Holz-/Kunststoffmischung verwenden möchte, der wird damit belohnt werden, dass der Untergrund nahezu eisenhart ist und dass er aber vor Witterungseinflüssen auch ohne Imprägnierung geschützt ist. Anders, als dies bei reinen Hölzern der Fall ist, verblasst die ursprüngliche Farbe der Dielen nicht. Aufgrund der beständigen UV-Strahlung, der die Dielen ausgesetzt sind, ist üblicherweise ein leichtes Vergrauen festzustellen, das auch über die Jahre hinweg nicht verhindert werden kann. Selbst bei den verschiedenen Harthölzern ist das der Fall.
Abschließend bleibt zu sagen, dass ein Garten, der mit Holz eingerichtet wird, immer ein wunderschönes Ambiente bietet, dass er zugleich rustikal und dennoch sanft wirkt. Dennoch ist die Verwendung von Holz natürlich mit einigem Pflegeaufwand verbunden, auch wenn dieser heute gar nicht mehr vergleichbar ist mit den Mühen, die früher einmal bei anderen Hölzern auf sich genommen werden mussten.